Neu. Ab September 2016 lieferbar

Krieg ohne Ende:

Spätfolgen des Vietnamkrieges –

Agent Orange und andere Verbrechen  

 

von Peter Jaeggi (Autor), Roland Schmid (Fotos)

 

Im Vietnamkrieg versprühten die USA und ihre Verbündeten Millionen Liter von gefährlichen Herbiziden, darunter Agent Orange. Es enthielt TCDD, das giftigste aller Dioxine. Noch heute kommen deswegen Kinder mit Behinderungen zur Welt: Der Krieg, der 1975 endete, dauert noch immer an. Der Chemiewaffeneinsatz war damals nur eines der vielen Kriegsverbrechen. Dieses Buch erzählt die Geschichte des gefährlichen Herbizids und zieht Parallelen zu »Agents Orange von heute«, zu Umweltgiften wie Glyphosat und Dioxinen bei uns, und davon, wie die Giftopfer von damals noch immer um Gerechtigkeit kämpfen. Erzählt wird auch die Geschichte des Vietnamkrieges, der mit einer Lüge begann. Es gab Millionen von toten, verletzten und kranken Menschen.
Ausserdem: Die Napalmopfer. Die Blindgänger. Ein Lexikon zeigt: Der amerikanische Krieg in Vietnam war fast ein Weltkrieg, in dem auch Deutschland, Österreich und die Schweiz unterschiedliche Rollen hatten.
Fotos von Roland Schmid und erstmals im deutschsprachigen Raum publizierte Schwarzweiss-Fotografien  damaliger nordvietnamesischer Kriegsfotografen.

 

Lenos-Verlag, 300 Seiten /  Ca. 45 Fotografien (f u. sw) /  15,5 x 22,5 cm / gebunden

 

Buch hier bestellen

Begegnung in Da Nang

Begegnung in Da Nang, Zentralvietnam, am 9. Dezember 2013.  Die heute 75jährige Hoang Thi The ist Mutter von zwei schwer behinderten Kindern. Hier(Bild oben) massiert sie ihrem Sohn Tran Duc Nghia (33) die entstellten Hände. Sein Vater, der vor einigen Jahren starb,  war während des Krieges Meldeläufer und kam immer wieder mit Agent Orange in Kontakt. Das Dioxin hat die Kinder schwer geschädigt. Beide konnten zu Beginn noch gehen. Heute ist der Sohn gehör- und sprachlos und kann sich nicht mehr bewegen. Seine Schwester Tran Thi Ty Nga, 31 Jahre alt,  kann sich mit einem Rollator mühsamst noch etwas fortbewegen und macht auf vorsintflutlichen Geräten täglich Bewegungstherapie (Bilder unten). Ihr droht dasselbe Schicksal wie ihrem Bruder.

Die Familie war einst wohlhabend. Die Familie besass Schmuck, ein Haus und Land. Um die Behandlung im fernen Hanoi finanzieren zu können, wurden die Besitztümer nach und nach verkauft. Heute ist alles weg. Was geblieben ist: ein Leben in grosser Armut und Kinder, die nicht gesund geworden sind.

In der Region von Da Nag in Zentralvietnam leben laut derAgent Orange-Opfervereinigung DAVA um die 5000 Menschen, die an den Spätfolgen des Chemiewaffeneinsatzes im letzten Vietnamkrieg leiden.

 

 

(Fotos © Roland Schmid)

Agent Orange in Okinawa, Japan